Auch für Kamera- Attrappen gelten strenge Kriterien.

Eine abschreckende Wirkung für wenig Geld, jedoch sollten Verantwortliche wissen:
Für den Datenschutz macht es in der Regel keinen Unterschied, ob die Videoüberwachung echt oder nur vorgetäuscht ist. Es ist auf jeden Fall ratsam, sich an die strengen Vorgaben zu halten.
Zwar wird in § 6 Bundesdatenschutzgesetz nur auf die „ Beobachtung“, und damit auf die tatsächliche Betätigung der Videoüberwachung verwiesen. Andererseits sind aber auch Kamera-Attrappen geeignet, durch den damit ausgelösten Kontroll- und Anpassungsdruck in Grundrechte der sich beobachtet fühlenden Betroffenen einzugreifen, so dass die einschlägigen Vorschriften nach überwiegender Meinung in Rechtsprechung und Kommentierung entsprechend anzuwenden sind.
Insofern ist- auch bei Verwendung von Attrappen- in Bezug auf jeden gewählten Standort zu prüfen, ob die datenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten werden.
Empfehlenswert ist in diesen Fällen in geeigneter Form auf den Umstand der Beobachtung und die verantwortliche Stelle hinzuweisen. Diese Pflicht ergibt sich aus § 6 b Absatz 2 BDSG bzw. gleichlautenden Vorschriften aus den Landesdatenschutzgesetzen, die nach überwiegender Auffassung auch auf Kamera-Attrappen anzuwenden sind. Denn die von der Überwachung vermeintlich betroffenen Personen sollen zumindest die Möglichkeit haben, sich dieser in ihre Persönlichkeitsrechte eingreifenden Maßnahme zu entziehen.
Quelle: WIK 2012/6
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